Benjamin Jäger geschrieben von  Apr 07, 2017

Deepwater Horizon

Einige von euch können sich vielleicht noch an das schreckliche Unglück im Jahre 2010 erinnern. Der Ölkonzern BP plante auf dem Atlantik über eine riesige schwimmende Ölplattform Millionen von Barrel an Öl zu fördern. Für BP konnte dies gar nicht schnell genug gehen, schließlich bezahlen sie für jeden Tag an dem kein Öl gefördert wird rund eine Million Dollar für die Bohrinsel, Verbrauchsmaterial und Dienstleistungen. Begonnen hat eigentlich alles ganz harmlos. Dem Chefingenieur Jimmy Harrell wird am Anfang sogar eine Auszeichnung für dessen Sicherheitsbewusstsein verliehen. Doch die Manager von BP sitzen ihm im Nacken, weshalb es auch immer wieder zu Auseinandersetzungen gekommen ist. Eigentlich sollten die Bohrungen bereits abgeschlossen sein, doch durch verschiedene Schwierigkeiten kommt es immer wieder zu Verzögerungen. Leichtfertig werden deshalb wichtige Sicherheitsprüfungen gar nicht oder nur im Schnellverfahren durchgeführt. BP fordert immer wieder, dass das ganze beschleunigt werden muss.

Jimmy Harrels ist das Ganze nicht geheuer und äußert immer wieder Bedenken, auch an die BP-Manager. Trotz dieser Bedenken wird weitergemacht. Der eingebrachte Zement war noch nicht vollends ausgehärtet und hielt dem gewaltigen Druck nicht stand. Es kommt zum Blowout und Öl, Gestein und Erdgas dringen ungehindert durch die Bohranlagen Oberfläche. Die Maschinen halten diesen enormen Druck nicht aus und es kommt zum Funkenschlag, woraus sich eine mächtige Explosion entwickelt. Es entstehen immer wieder gewaltige Explosionen auf der Bohrinsel und weite Teile der Ölbohrplattform stehen in Flammen. Nun heißt es nur noch die Besatzung retten und die Katastrophe so gut wie möglich in den Griff zu bekommen…

Kritik: Der Film zeigt eindrucksvoll die größte Ölkatastrophe der USA. Es wird hier klar wie die Besatzung nicht mit den Entscheidungen von BP einverstanden war, aber gegen die Manager des Auftraggebers gegen eine Mauer rennen, da den nicht die Sicherheit, sondern nur das Geld interessiert. Es wird in dem Film zwar immer wieder auf das Fehlverhalten von BP eingegangen, allerdings geht es hier mehr um die Katastrophe vor Ort, welche hervorragend inszeniert wurde. Die Schauspieler Kurt Russel und Mark Wahlberg hauchen Ihren Charakteren viel Leben und Emotionen ein, so dass man gut nachvollziehen kann wie sich die Besatzung gefühlt haben muss. Der Film bietet auch jede Menge Action. Ständig explodiert etwas, es fliegen Trümmerteile herum und Flammen lodern auf. Der kraftvolle Sound macht dabei das übrige und versetzt einen quasi mitten ins Geschehen. Ein Großteil des Films macht die Rettung der Arbeiter von der Plattform aus, immerhin ist die Plattform rund 30 Flugminuten vom Festland entfernt. Einige wachsen dabei über sich hinaus, retten Leben und sterben den Heldentod. Es passiert hier unentwegt Action. Es wird klar was dort für eine Ausnahmesituation gegolten haben muss, die keine Zeit lässt, den Tod anderer zu betrauern oder Heldenmut zu feiern. Es muss einfach alles verdammt schnell gehen.

Fazit: Der Film macht viel richtig und bietet eine hervorragende Unterhaltung. Wenn man am Ende jedoch die Fotos der 11 verstorbenen Menschen sieht, dann merkt man das es sich hier nicht nur um Unterhaltung handelt, sondern sich dahinter eine Tragödie verbirgt, allerdings sollte man hier keine Dokumentation erwarten, auch wenn es sich um eine wahre Begebenheit handelte.

Weitere Informationen

  • VÖ Homevideo:: Donnerstag, 06 April 2017
  • Regiesseur:: Mark Wahlberg, Kurt Russell, Dylan O'Brien, Kate Hudson, John Malkovich
  • Darsteller:: Peter Berg
  • Sprache:: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • FSK:: 12
  • Spieldauer: 104
  • Studio: Studiocanal

Filme

Bewertung: 82% - 1 votes

Absolut sehenswert!

Der Film macht viel richtig und bietet eine hervorragende Unterhaltung. Wenn man am Ende jedoch die Fotos der 11 verstorbenen Menschen sieht, dann merkt man das es sich hier nicht nur um Unterhaltung handelt, sondern sich dahinter eine Tragödie verbirgt, allerdings sollte man hier keine Dokumentation erwarten, auch wenn es sich um eine wahre Begebenheit handelte.

Deepwater Horizon

Book rating: 82 out of 100 with 1 ratings
Benjamin Jäger

Ist nach schlaflosen Wochen nachts spielen um Jahre gealtert, obwohl er gar nicht Geburtstag hatte.

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