geschrieben von  Mai 17, 2016

Interview: Julian Le Play

  1. Wie bist du überhaupt zur Musik gekommen?
    Ich hatte in der Volksschule einen Musik-Liebhaber als Lehrer. Eines Tages hat er sein eigenes Klavier in die Klasse gestellt. Von da an wurde in jeder Pause Musik gemacht. Er war sowas wie mein 1. Mentor.
  1. Wie bist du auf deinen Künstlernamen „Le Play“ gekommen?
    Mit 19 Jahren hab’ ich begonnen, in Wien Politologie zu studieren. In dieser Zeit hab ich schon ganz intensiv am 1. Album geschrieben und war auf der Suche nach einem Namen, unter dem ich Musik machen möchte. Am Ende einer endlosen Vorlesung wurde dann Frederic le Play, der Name eines französischen Soziologen an die Wand gebeamt. Ich hab‘ im Kopf einfach Frederic gestrichen und Julian hingeschrieben. Hat sich einfach richtig angefühlt.
  1. Du warst auch 4 Jahre als Moderator für Ö3 tätig – würdest du dir den Job als Moderator weiterhin offen halten oder hast du mit der Musik deine Bestimmung gefunden?
    Ich hab‘ dort nach der Schule als Praktikant begonnen und bin eher durch Zufall vorm Mikro gelandet. Dort war mein Antrieb immer die Liebe zur Musik und das Interesse daran, was andere Musiker so in Interviews sagen. Als wir dann die ersten mehrwöchigen Tourneen gespielt haben war klar: 2 Dinge gleichzeitig zu machen, das funktioniert nicht. Und dass es mich zur Musik treiben wird, das war immer schon klar.
  2. Dein neues Album „Zugvögel“ erscheint im April – wie würdest du es beschreiben?
    Ich glaube und hoffe, dass es Musik ist, die vielen Menschen Mut machen kann, ihr Ding durchzuziehen. Träume zu verwirklichen, aus etwas auszubrechen, loslassen, nach vorne zu schauen. Sich frei zu machen von Hamsterrädern und Alltagsstress. Weil eines macht es auf jeden Fall: Es lädt zum Träumen ein.
  1. Von welchen Themen lässt du dich beim Songs schreiben inspirieren?
    Ich hab die Songs auf Zugvögel ja auf einem 8 monatigen Eurotrip geschrieben. Gebastelt hab ich dabei meistens in Cafés, Bars, Restaurants, manchmal im Zug, manchmal im Flieger. In der Zeit hatte ich viel Zeit zu beobachten, auch viel Zeit über Dinge nachzudenken, die ich in Wien erlebt habe. Wenn ich schreibe, dann schreib ich erstmal mir selbst Dinge von der Seele und denk’ nicht daran was danach damit passieren wird.
  2. Du warst schon mit James Blunt und Revolverheld auf Tour und demnächst gehst du wieder als Support von den Jungs mit Revolverheld – ist man da noch aufgeregt oder freut man sich einfach auf die Erfahrungen die man dabei sammelt?
    Natürlich bleibt immer ein Stück Aufregung. Zum Beispiel jetzt gerade bei Revolverheld: Die fahren da tatsächlich mit 3 Bussen und 3 Trucks, jeden Abend kommen zigtausende Leute in Arenen und Stadien. Das sind einfach riesige Dimensionen, viel größer geht es nicht. Das spannende an solchen Abenden ist für mich: Wie schafft man es da in 30 Minuten so persönlich mit dem Publikum zu werden, dass sie das Gefühl hatten, wir hätten ein kleines Wirtshauskonzert für sie gespielt. Gerade das Publikum von Revolverheld ist dabei aber immer extrem aufmerksam und dankbar.
  1. Ab Mai gehst du dann auf eigene Headliner-Tour – ist das für dich persönlich ein großer Unterschied zum Support für Revolverheld?
    Natürlich ist das etwas ganz anderes, allein schon, weil dann der eigene Name auf den Tickets steht. Die Leute, die kommen, kennen meistens die Musik in und auswendig und warten auf ein tolles Live Erlebnis. Bei den Support-Shows ist es der erste Kontakt zu meiner Musik. Das ist ganz anders – aber genauso spannend.
  2. Du hast schon 3-mal den Amadeus-Award gewonnen – was ist das für ein Gefühl für seine Arbeit ausgezeichnet zu werden?
    Anfangs, wenn man von den Nominierungen erfährt, spielt man es meist runter und tut so als wär‘s einem nicht so wichtig. Aber jedes Mal, wenn der Moment dann kam und mein Name aufgerufen wurde, habe ich mich irrsinnig gefreut. Gerade weil es Preise sind, die vom Publikum vergeben werden, bedeuten sie mir schon sehr viel.

 

 

 

 

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