Die skurrilsten Auftragskiller der Filmgeschichte

sie führen einen extravaganten Job, sind oft Eigenbrötler und morden gegen Bares. Zwischen Leidenschaft und der Finanzierung des alltäglichen Lebens vertrauen Auftragskiller oft auf Altbewährtes. Seien das die geliebten Brieftauben, die die Aufträge vermitteln, der Konsum von Alkohol, um gelassener zu werden oder der repertoirereiche kleine Koffer einer liebenswerten alten Dame in SMALL TOWN KILLERS.

Zwischen Giftspritzen und Polizisten stellen wir euch heute die skurrilsten Auftragskiller in ihren Eigenarten vor.

 „Faster“ (2011) – Tödliches Angebot

Schnäppchen gibt es nicht nur im Supermarkt, sondern auch bei dem namenlosen Killer (Oliver Jackson-Cohen). Sein eigenes Unternehmen hat ihm genug Geld eingebracht, um sich entspannt zurückzulehnen. Mord ist für den Auftragskiller lediglich ein Zeitvertreib, den er im Gegensatz zu seinen Kollegen nicht teuer bezahlen lässt und genau das zieht seine Auftraggeber an. Der Killer lässt sich jeden noch so aufwendigen Mord symbolisch lediglich mit einem Dollar bezahlen. Allerdings nur, wenn auch sein Finger den Abzug gedrückt hat. Als Cullen, den der Killer verfolgt hat, von seinem Auftraggeber erschossen wird und dieser ihm einen Dollar zum Aufspüren bezahlen möchte, verweigert er diesen.

 „Leon der Profi“(1994) – Mörderische Kindererziehung

Ein Eigenbrötler mit Herz. Leon (Jean Reno) arbeitet im Dienste der italienischen Mafia und lässt lediglich seine Topfpflanze, die genauso wurzellos ist, wie er selbst, an sich heran. Als er den Mord der Eltern von Mathilda (Natalie Portman) mitbekommt, nimmt er die Zwölfjährige kurzerhand bei sich auf und bildet sie,     nach anfänglichem Widerstand, zur Auftragskillerin aus. Luc Bessons Kultstreifen trifft den Nerv der Zeit und zeigt, dass auch der härteste Auftragskiller viel Herz haben kann, wenn auch auf eine ungewöhnliche Art.

 „Ghost Dog – Der Weg des Samurai“ (1999) – Taubenvermittlung

In dem Drama von Jim Jarmusch nistet sich Ghost Dog (Forest Whitaker) mit seinen Brieftauben auf einem Hochhausdach ein. Der afroamerikanische Killer arbeitet im Dienst der Mafia und hält sich bei seinen Handlungen präzise an den Ehrenkodex der Samurai. Jeglicher Austausch mit seinen Kunden lässt er von seinen Tauben abwickeln und hält sich selbst dabei im Hintergrund. Bis zu dem Tag, wo ein verfeindeter Mafia-Clan es auf seine geliebten Tauben absieht und viele der Vögel tötet. Das entfacht die Wut von Ghost Dog und die grenzenlose Rache nimmt seinen Lauf.

 „Killer Joe“ (2011) – Recht und Ordnung

Killer Joe (Matthew McConaughey) arbeitet eigentlich als Polizist auf der Seite der Guten und sollte für Recht und Ordnung sorgen. Nach Feierabend wechselt er diese Seite jedoch und widmet sich seinem zweiten Standbein, dem gezielten Töten. Mit dem mörderischen Nebenjob stockt er seinen Lebensunterhalt beachtlich auf. Als er angeheuert wird die Mutter von Chris (Emile Hirsch) umzulegen, um der Familie zur Auszahlung der Lebensversicherung zu verhelfen, lässt er sich auf einen Vorschuss ein. Statt dem hohen Honorar verlangt er die Schwester des Auftraggebers an seiner Seite, zumindest bis zur Auszahlung seines Geldes.

 SMALL TOWN KILLERS (2017) – Aktive Sterbehilfe

Scheidung und Schwarzgeld, das passt doch irgendwie nicht zusammen. So beschließen die beiden Freunde Ib (Ulrich Thomsen) und Edward (Nicolas Bro) aus der dänischen Provinz ihre Frauen umbringen zu lassen. Sie engagieren den russischen Auftragskiller Igor (Marcin Dorocinski). Auf brutalste Art vollzieht er seine Tötungsdelikte und entsorgt seine Opfer mit Gewalt. Der Killer sieht seine Methode allerdings eher als therapeutische Handlung und würde seine Vorgehensweise nie als hart und blutig bezeichnen. Er hilft den Opfern, um sie von Unglück und Leid zu befreien.

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