Benjamin Jäger geschrieben von  Jan 03, 2018

L.A. Noire

Neu ist „L.A. Noire“ wahrlich nicht, trotzdem erschien das Videospiel nun auf der aktuellen Konsolen-Generation. Das alte Spiele neu aufgelegt werden ist kommt immer wieder vor. Nicht immer sind Fans der „Klassiker“ hiervon begeistert, da dies zum Teil ziemlich halbherzig geschieht. Ob es Rockstar Games gelungen ist, das Spiel, dass damals für die PS3 und Xbox 360 erschien, würdig auf die neuen Konsolen zu bringen erfahrt ihr in unserem Test.

Eigentlich ist das Spiel bereits knapp sechs Jahre alt. Für die PS4 und Xbox One hat man das Spiel einem Grafikupdate unterzogen. Weitere Änderungen sind hier nur minimal ausgefallen. Anders sieht das für die Switch aus, hier mussten mehrere Anpassungen vorgenommen werden.

Nicht viel Neues

Viel Neues darf man bei dem Spiel nicht erwarten. Die Handlung ist natürlich dieselbe geblieben und spielt nach wie vor im Jahr 1947 in Amerika. Mittlerweile ist der Krieg seit zwei Jahren beendet und wir schlüpfen in die Rolle von Detektive Cole Phelps. Unsere Aufgabe ist es mehr oder weniger komplexe Kriminalfälle zu lösen. Wer nun denkt das die Grafik sicherlich nicht mit heutigen Spielen mithalten kann, hat sich geschnitten. Noch immer beeindruckt die leicht optimierte Grafik im Spiel. Damals gehörten die Animationen im Spiel zu den Besten der Branche. Dank MotionScan-Technologie kann man bereits aus den Gesichtern der Verdächtigen ablesen und so schon einen Anhalt dafür haben ob die Wahrheit gesagt wird oder uns etwas vom Pferd erzählt wird.  Noch sechs Jahre nach der ersten Veröffentlichung sieht man so eine präsession nur selten so eine Perfektion und zeigt wie weit die Entwickler damals bereits der Zeit voraus waren. In Sachen Umgebung kann das Spiel leider nicht ganz mit der Charaktergestaltung mithalten. Ein wenig mehr Details wären hier wünschenswert gewesen, auch die Texturen sind nicht immer auf dem Stand der heutigen Zeit. Was dem Spielspaß aber glücklicherweise keinen Abbruch tut. Verbessert wurden diese, sowie die Beleuchtung und den Schatten gegenüber der alten Version. Das Spiel lebt sowieso weniger von der Grafik, die Charakteranimation einmal ausgenommen, sondern vielmehr von der Story. Das Rockstar mit die besten Geschichten erzählt dürfte sich unlängst bei den Gamern rumgesprochen haben. Bei den Verhören wurde eine kleine Veränderung vorgenommen, im Gegensatz zum ursprünglichen Spiel lauten die Dialogoptionen jetzt „Guter Cop“, „Böser Cop“ und „Beschuldigen“ statt „Wahrheit“, „Anzweifeln“ und „Lüge“, um Phelps‘ Verhalten besser widerzuspiegeln. Ein Wehrmutstropfen, welcher aber leider Rockstar typisch ist, ist das es keine deutsche Synchronisation gibt. Ich persönlich finde man kann mit einer deutschen Synchronisation noch mehr ins Spiel eintauchen, da mich das ständige Lesen stört. Dies stört natürlich nicht jeden Spieler, insbesondere denen die auch alles in Englisch verstehen, dürfte dieses nur bedingt stören. Ich bevorzuge hier dennoch eine Synchronisation. Immerhin ist die Schrift relativ deutlich zu lesen, anders wie bei manchen anderen Spielen, wo dies schnell auf die Augen geht.

Die Story

Die Story hat einen linearen Verlauf, so dass man hier nur wenig Spielraum hat. Ziel und Herzstück des Spiels sind die Fälle, hier muss man Zusammenhänge erkennen und verdächtige Verhören um diese abzuschließen. Hier wurde viel Liebe ins Detail gesteckt. Zwar kommt es bei Verhören mit der Zeit zu Wiederholungen, trotzdem will man zu keinem Zeitpunkt davon ablassen alle Fälle zu lösen. Und genau das ist es, was ein gutes Spiel auszeichnet – egal auf welcher Konsole und in welcher Konsolengeneration es erscheint.

Fazit:

Das Spiel hat nichts von seinem Reiz verloren. Wer noch das Spiel auf seiner PS3 besitzt muss zwar nicht unbedingt die neue Version kaufen, für jeden anderen Fan des Genre ist es aber auf jeden Fall ein Pflichtkauf. Zwar wirkt die Grafik zum Teil etwas Detailarm, trotzdem machen die Fälle nach wie vor viel Spaß. Im Großen und Ganzen handelt es sich bei „L.A. Noire“ um einen gelungenen „Launch-Titel“.

Weitere Informationen

  • Erscheinungsdatum: Dienstag, 14 November 2017
  • Publisher: Rockstar Games
  • Plattformen: PS4, Xbox One, Nintendo Switch
  • Genre: Adventure
  • Review oder Preview: Review
  • Getestet auf: PS4
Schlagwörter

Spiele ohne Multiplayer

Grafik: 80% - 1 votes
Sound: 77% - 1 votes
Steuerung: 83% - 1 votes
Gameplay: 81% - 1 votes
Singleplayer: 83% - 1 votes
Spielspaß: 78% - 1 votes

Gut!

Das Spiel hat nichts von seinem Reiz verloren. Wer noch das Spiel auf seiner PS3 besitzt muss zwar nicht unbedingt die neue Version kaufen, für jeden anderen Fan des Genre ist es aber auf jeden Fall ein Pflichtkauf. Zwar wirkt die Grafik zum Teil etwas Detailarm, trotzdem machen die Fälle nach wie vor viel Spaß. Im Großen und Ganzen handelt es sich bei „L.A. Noire“ um einen gelungenen „Launch-Titel“.

Benjamin Jäger

Ist nach schlaflosen Wochen nachts spielen um Jahre gealtert, obwohl er gar nicht Geburtstag hatte.

Schreibe einen Kommentar

Make sure you enter all the required information, indicated by an asterisk (*). HTML code is not allowed.

Has no item to show!
Top
We use cookies to improve our website. By continuing to use this website, you are giving consent to cookies being used. More details…